Wir schreiben Mitte der 1980er Jahre. Nach einem Besuch in Oberbayern bei einem vom Bund Naturschutz organisierten Treffen auf einem Bauernhof, der auch ein paar Bienenvölker betreute, wollte sich mein Vater Roland mal etwas kundig über Bienen machen.
Er hatte bis dato keinerlei Kenntnis über diesen Bereich. Als selbständiger Lebensmittelkaufmann mit Meistertitel meinte er zu wissen, dass alles, was man in Deutschland machen will, eine Genehmigung erfordert. So meldete er sich bei der Gemeinde Elchingen mit der Bitte, sie möge ihm die Erlaubnis geben, ein paar Bienenvölker auf einem brachliegenden Grundstück zu halten.
Drei Tage später die Nachricht im Briefkasten: „Ihr Antrag wird abgelehnt."
Aber er hatte gelernt, nicht so schnell aufzugeben. So packte er ein Magazin mit Rähmchen und Honig und wollte es dem Herrn Bürgermeister auf dem Schreibtisch stellen. Da der Bürgermeister aber „natürlich keine Zeit hatte", durfte er alles dalassen und ein Angestellter versprach, sein Anschauungsmaterial weiterzugeben.
Einige Tage später wurde ihm mitgeteilt, dass er sein Anliegen dem Gemeinderat bei einer öffentlichen Sitzung darlegen könne. Dann würde entschieden.
Ein paar Tage später nahte der große Tag. Der Gemeinderat stand aber seinen Ausführungen sehr verhalten gegenüber. Als er gerade im Rat darüber sprach, wie wertvoll die Bienen für die Natur und Umwelt als Bestäuber sind, kam ein verspätetes Gemeinderatsmitglied dazu, unterbrach ihn und wollte wissen, worum es hier überhaupt ginge.
Er bekam die Antwort (man zeigte auf meinen Vater): „Der da will Bienen aufstellen".
Die Antwort war kurz und prägnant: „Das könnt Ihr ihm ruhig genehmigen. Reich wird er nicht damit."
Es wurde nun einstimmig (!) genehmigt, weil er damit ja nicht reich werden würde.
Mein Vater besuchte dann die Imkerschule in Kleinkemnat, Imkerveranstaltungen in mehreren Ländern, betreute erst 50, später dann über 100 Bienenvölker. Er lernte Bruder Adam kennen, den berühmtesten Imker der Welt, und imkert noch heute nach seinen Standards.
In der Zwischenzeit sind über 35 Jahre vergangen mit vielen Geschichten. Seit 2001 führe ich, Robert Feuerstein, die Imkerei in zweiter Generation. Wir verkaufen unseren Honig in unserem Imkereiladen in Unterelchingen sowie im Internet.
– Roland Feuerstein, Elchingen, Jahrgang 1937, Gründer der Imkerei Feuerstein
Wenn Sie uns telefonisch kontaktieren, sprechen Sie entweder direkt mit mir (Robert) oder mit meinem Vater (Roland), mit meiner Mutter (Christa) oder mit meiner Frau Nicola. Den Versand macht meine Frau Nicola.
Unsere Söhne Lucas (* 2003), Philip (* 2005) und Felix (* 2009) sind unsere imkerliche Nachwuchshoffnung und helfen (hin und wieder) auch mit. 😊
Qualität und Tradition seit über 40 Jahren
Voll ausgereifter Honig ohne Wärmeschädigung. Jedes Glas wird schonend verarbeitet und abgefüllt.
Keine Gammastrahlen-Bestrahlung, keine Ultraschall-Behandlung, keine Filtration. Nur naturbelassener Honig.
Wir imkern mit einem eigenen Wachskreislauf – keine fremden oder unnatürlichen Stoffe.
Seit über 40 Jahren und in zweiter Generation: Ein echter Familienbetrieb mit Liebe zu Bienen und Honig.
Lange Str. 1
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